Ein Neubau ist dem Ausschuss zu teuer.
Im Bau- und Planungsausschuss der Samtgemeinde Jümme wurden 2015 mehrere Möglichkeiten für die Zukunft des Feuerwehrhauses Lammertsfehn beraten. Eine Entscheidung zwischen Sanierung, Erweiterung und Neubau war noch offen.
Das Feuerwehrhaus war ursprünglich als zweiklassige Schule mit Lehrerhaus errichtet worden.
Diese Summe wurde als Vergleich für einen Feuerwehr-Neubau in Ostrhauderfehn genannt.
Sanierung, Erweiterung und vollständiger Neubau sollten weiter geprüft werden.
Mängel am bestehenden Feuerwehrhaus
Die Feuerwehr-Unfallkasse hatte bei einer Überprüfung verschiedene Mängel festgestellt. Unter anderem entsprachen die Abmessungen der Garage nicht mehr den Anforderungen moderner Einsatzfahrzeuge. Auch die vorhandene Ausstattung wurde beanstandet.
Eigentlich sollten erste Entwürfe für eine Modernisierung und einen Umbau vorgestellt werden. Konkrete Planungen lagen jedoch noch nicht vor. Nach Angaben des stellvertretenden Verwaltungschefs Ralf Möhlmann waren grundlegende bauliche Veränderungen erforderlich.
Sanieren, erweitern oder neu bauen?
Für die weitere Nutzung des Standortes standen mehrere Möglichkeiten zur Diskussion. Entscheidend war dabei nicht nur die bauliche Lösung, sondern auch deren Finanzierbarkeit.
Grundlegende Sanierung
Das bestehende Gebäude sollte technisch und baulich an die Anforderungen angepasst werden.
Sanierung mit Anbau
Zusätzlich zur Sanierung wurde eine Erweiterung des vorhandenen Feuerwehrhauses betrachtet.
Vollständiger Neubau
Auch ein neues Feuerwehrhaus blieb als mögliche langfristige Lösung im Gespräch.
Warum ein Neubau als teuer galt
Als Vergleich wurde auf einen geplanten Feuerwehr-Neubau in Ostrhauderfehn verwiesen. Dort waren Kosten von mehr als 547.000 Euro genannt worden. Diese Größenordnung wurde als erhebliche finanzielle Belastung angesehen.
Ausschussmitglieder äußerten deshalb Zweifel, ob ein Neubau finanziell umgesetzt werden könnte. Gleichzeitig sollte geprüft werden, welche Fördermöglichkeiten für ein solches Projekt zur Verfügung standen.
Ausschussvorsitzender Gerhard Bruns wies darauf hin, dass keine Erwartungen geweckt werden dürften, die später finanziell nicht erfüllt werden könnten.
Die Entscheidung blieb offen
Die Verwaltung sollte gemeinsam mit der Feuerwehr-Unfallkasse und den Verantwortlichen der Feuerwehr Lammertsfehn die drei Varianten weiter ausarbeiten und ihre Kosten miteinander vergleichen.
Ortsbrandmeister Lothar Müller zeigte sich mit dem Verlauf der Sitzung unzufrieden, weil noch keine konkreten Entwürfe vorlagen. Er hoffte auf eine schnelle weitere Planung und sprach sich für einen Neubau aus. Gleichzeitig wies er darauf hin, dass auch eine umfassende Sanierung erhebliche Kosten verursachen würde.
Bericht vom 20. Juni 2015
Der Zeitungsbericht dokumentiert die damalige Diskussion über Sanierung, Erweiterung und Neubau sowie die noch offene Entscheidung über die Zukunft des Feuerwehrhauses.
Quelle: Ostfriesen-Zeitung, Ausgabe vom 20. Juni 2015.Noch keine Entscheidung, aber klarer Handlungsbedarf
Dass ein Neubau als zu teuer angesehen wurde, bedeutete 2015 noch keine endgültige Absage. Fest stand jedoch, dass die festgestellten Mängel beseitigt werden mussten. Deshalb sollten alle Varianten weiter geprüft und ihre Kosten miteinander verglichen werden.