Vorbeugender Brandschutz

Rauchmelder retten Leben.

Rauchwarnmelder erkennen Brandrauch frühzeitig und können Bewohner rechtzeitig warnen. Besonders im Schlaf besteht die Gefahr, einen Brand nicht rechtzeitig zu bemerken. Ein lautes Alarmsignal kann im Ernstfall entscheidende Minuten gewinnen, um andere zu warnen, das Gebäude zu verlassen und den Notruf 112 abzusetzen.

Rauchmelder retten Leben – Rauchwarnmelder richtig installieren
Rauchwarnmelder richtig auswählen, montieren und regelmäßig prüfen.
Pflicht in Niedersachsen Schlafräume, Kinderzimmer und Rettungsflure

In diesen Bereichen sind Rauchwarnmelder nach der Niedersächsischen Bauordnung vorgeschrieben.

Im Ernstfall Früh warnen. Gebäude verlassen. 112 wählen.

Rauchwarnmelder sollen Brandrauch frühzeitig erkennen und mit einem lauten Signal warnen.

Wichtig Regelmäßig prüfen und sauber halten

Funktion und Zustand sollten entsprechend den Herstellerangaben kontrolliert werden.

Rauchwarnmelderpflicht

Was in Niedersachsen vorgeschrieben ist

Die Niedersächsische Bauordnung regelt die Rauchwarnmelderpflicht. Nach § 44 Abs. 5 NBauO benötigen Wohnungen in Schlafräumen und Kinderzimmern jeweils mindestens einen Rauchwarnmelder. Das gilt außerdem für Flure, über die Rettungswege von Aufenthaltsräumen führen.

Grundsatz: Rauchwarnmelder müssen so eingebaut, angebracht und betrieben werden, dass sie Brandrauch frühzeitig erkennen und melden können.

Der richtige Montageort

Wo Rauchwarnmelder hingehören

Rauchwarnmelder gehören insbesondere in Schlafzimmer, Kinderzimmer und Flure, die als Rettungswege dienen. Darüber hinaus kann es sinnvoll sein, weitere Aufenthaltsräume auszustatten.

Schlafzimmer

Pflichtbereich und besonders wichtig, weil Menschen im Schlaf Brandrauch häufig nicht rechtzeitig bemerken.

Kinderzimmer

Auch hier ist mindestens ein Rauchwarnmelder vorgesehen.

Flure als Rettungsweg

Flure, über die Aufenthaltsräume verlassen werden, gehören ebenfalls zu den vorgeschriebenen Bereichen.

In Küchen und Badezimmern können Wasserdampf oder Kochdünste Fehlalarme auslösen. Deshalb sollte dort ein für den jeweiligen Raum geeigneter Meldertyp verwendet werden. Montageorte direkt neben Lüftungsöffnungen oder in starkem Luftzug sollten vermieden werden.

Auswahl & Kauf

Worauf beim Rauchwarnmelder zu achten ist

Der Rauchwarnmelder sollte für den vorgesehenen Einsatz geeignet sein und die geltenden Anforderungen erfüllen.

DIN EN 14604

  • Rauchwarnmelder nach DIN EN 14604 tragen eine entsprechende CE-Kennzeichnung.
  • Die Herstellerangaben zu Einsatzbereich, Montage und Wartung beachten.
  • Gerät passend zum jeweiligen Raum auswählen.

Qualitätszeichen „Q“

  • Das Q-Zeichen kennzeichnet Geräte mit zusätzlichen Qualitätsanforderungen.
  • Dazu gehören insbesondere Anforderungen an Zuverlässigkeit und Langlebigkeit.
  • Es ergänzt die grundlegenden Anforderungen an Rauchwarnmelder.
Installation

Rauchmelder richtig montieren

Warmer Brandrauch steigt nach oben. Deshalb werden Rauchwarnmelder in der Regel an der Zimmerdecke angebracht. Der Rauch sollte möglichst ungehindert in das Gerät gelangen können.

Deckenmontage

Der Melder sollte entsprechend den Montagehinweisen des Herstellers positioniert werden. Viele Geräte werden mit Schrauben und Dübeln befestigt; je nach Hersteller sind auch andere zugelassene Befestigungsmöglichkeiten möglich.

Besondere Räume

Bei Dachschrägen, großen Räumen oder besonderen Raumformen können andere Montagevorgaben gelten. Deshalb sind die jeweiligen Herstellerhinweise maßgeblich.

Prüfung & Wartung

Ein Rauchmelder muss dauerhaft funktionieren

Auch nach der Montage sollte das Gerät regelmäßig entsprechend den Herstellerangaben geprüft werden. Staub, Verschmutzungen oder Farbe können die Funktion beeinträchtigen.

Regelmäßig kontrollieren

  • Testtaste nutzen, sofern das Gerät darüber verfügt.
  • Melder frei von Staub und Verschmutzungen halten.
  • Bei Maler- und Renovierungsarbeiten keine Farbe auf das Gerät bringen.

Batterie und Lebensdauer

  • Bei austauschbaren Batterien auf Warnsignale für niedrigen Batteriestand achten.
  • Geräte mit Langzeitbatterie haben häufig eine vorgesehene Nutzungsdauer von etwa zehn Jahren.
  • Maßgeblich bleiben immer die Angaben des Herstellers.
Besondere Lösungen

Vernetzung und alternative Warnsysteme

Nicht jede Wohnsituation ist gleich. Für größere Gebäude und für Menschen mit Hörbeeinträchtigung können zusätzliche Lösungen sinnvoll sein.

Funkvernetzte Rauchwarnmelder

In größeren Wohnungen oder Gebäuden können miteinander vernetzte Rauchwarnmelder sinnvoll sein. Erkennt ein Gerät Brandrauch, geben gleichzeitig auch die verbundenen Melder Alarm.

Warnsysteme bei Hörbeeinträchtigung

Spezielle Systeme können zusätzlich zu akustischen Signalen beispielsweise Lichtsignale oder Vibrationen einsetzen, um auf einen Alarm aufmerksam zu machen.

Weitere Informationen

Richtig auswählen, montieren und regelmäßig prüfen

Rauchmelder retten Leben nur dann zuverlässig, wenn sie für den Einsatz geeignet, korrekt montiert und dauerhaft funktionsfähig gehalten werden.

Weitere Informationen