Pressemitteilung · September 2014

Feuerwehrhaus fällt bei Prüfung durch.

Eine Überprüfung durch die Feuerwehr-Unfallkasse Niedersachsen zeigte 2014 deutlichen Handlungsbedarf am Feuerwehrhaus Lammertsfehn. Vor allem Platzverhältnisse, Fahrzeugabmessungen und Sicherheitsausstattung entsprachen nicht mehr den Anforderungen.

Feuerwehrhaus Lammertsfehn fällt bei Prüfung durch
Das damalige Feuerwehrhaus an der Friesenstraße.
Gebäude Baujahr 1912

Ursprünglich wurde das Haus als zweiklassige Schule mit Lehrerhaus errichtet.

Feuerwehrnutzung Seit 1976

Nach dem Umbau nutzte die Freiwillige Feuerwehr Lammertsfehn das Gebäude als Feuerwehrhaus.

Prüfung 2014 Deutlicher Handlungsbedarf

Die Feuerwehr-Unfallkasse stellte mehrere Sicherheitsdefizite und bauliche Probleme fest.

Prüfergebnis

Mängel bei Platz und Sicherheit

Die vorhandenen Abmessungen passten nicht mehr zu modernen Einsatzfahrzeugen. Auch die damalige Ausstattung entsprach nicht mehr vollständig den aktuellen Anforderungen.

Nach Angaben des stellvertretenden Samtgemeinde-Leiters Ralf Möhlmann hatten sich Vorschriften und Anforderungen an Feuerwehrgebäude im Laufe der Jahre deutlich verändert. Gleichzeitig waren die Einsatzfahrzeuge größer geworden.

Deshalb musste die Samtgemeinde Jümme prüfen, welche baulichen Veränderungen am Standort notwendig waren.

Historie

Vom Schulgebäude zum Feuerwehrhaus

Das Gebäude war ursprünglich gar nicht für die Feuerwehr vorgesehen. Erst Jahrzehnte nach seiner Errichtung erhielt es eine neue Aufgabe.

1912

Errichtung als zweiklassige Schule mit angeschlossenem Lehrerhaus.

1976

Umbau und anschließende Nutzung durch die Freiwillige Feuerwehr Lammertsfehn.

2014

Die Überprüfung zeigte, dass das Gebäude an moderne Anforderungen angepasst werden musste.

Weitere Untersuchungen

Auch andere Standorte wurden geprüft

Die Feuerwehr-Unfallkasse nahm nicht nur Lammertsfehn unter die Lupe. Auch die Gebäude in Nortmoor, Filsum, Amdorf-Neuburg und Detern-Stickhausen-Velde wurden überprüft.

Dort wurde die Situation insgesamt als gut und überschaubar beschrieben. In Nortmoor sollte allerdings noch eine Abgasabsauganlage installiert werden.

Digitale Ausstattung

Parallel lief die technische Modernisierung

Neben den baulichen Fragen beschäftigte sich der Feuerwehrausschuss 2014 auch mit der digitalen Ausstattung der Feuerwehren in der Samtgemeinde Jümme.

23 digitale Meldeempfänger

Diese Geräte fehlten damals noch. Die Kosten wurden im Bericht mit rund 4.400 Euro angegeben.

135 Einsatzkräfte

So viele Feuerwehrmänner und Feuerwehrfrauen gehörten damals den Feuerwehren der Samtgemeinde an.

Smartphone oder Tablet

Für jede Wehr war ein mobiles Gerät vorgesehen; dafür wurden rund 2.500 Euro eingeplant.

Zeitdokument

Bericht vom 20. September 2014

Der Zeitungsbericht dokumentiert die festgestellten Mängel, den Handlungsbedarf am Feuerwehrhaus und die damaligen Beratungen über die weitere Entwicklung.

Quelle: Ostfriesen-Zeitung, Bericht vom 20.09.2014, „Feuerwehrhaus fällt bei Prüfung durch“.
Beginn eines längeren Prozesses

Die Prüfung machte den Handlungsbedarf sichtbar

Die Überprüfung von 2014 war ein wichtiger Ausgangspunkt für die späteren Diskussionen über Sanierung, Erweiterung und Neubau. Klar war bereits damals: Das seit 1976 genutzte Gebäude musste an die veränderten technischen und sicherheitsrechtlichen Anforderungen des Feuerwehrdienstes angepasst werden.