Feuerwehrhaus fällt bei Prüfung durch.
Eine Überprüfung durch die Feuerwehr-Unfallkasse Niedersachsen zeigte 2014 deutlichen Handlungsbedarf am Feuerwehrhaus Lammertsfehn. Vor allem Platzverhältnisse, Fahrzeugabmessungen und Sicherheitsausstattung entsprachen nicht mehr den Anforderungen.
Ursprünglich wurde das Haus als zweiklassige Schule mit Lehrerhaus errichtet.
Nach dem Umbau nutzte die Freiwillige Feuerwehr Lammertsfehn das Gebäude als Feuerwehrhaus.
Die Feuerwehr-Unfallkasse stellte mehrere Sicherheitsdefizite und bauliche Probleme fest.
Mängel bei Platz und Sicherheit
Die vorhandenen Abmessungen passten nicht mehr zu modernen Einsatzfahrzeugen. Auch die damalige Ausstattung entsprach nicht mehr vollständig den aktuellen Anforderungen.
Nach Angaben des stellvertretenden Samtgemeinde-Leiters Ralf Möhlmann hatten sich Vorschriften und Anforderungen an Feuerwehrgebäude im Laufe der Jahre deutlich verändert. Gleichzeitig waren die Einsatzfahrzeuge größer geworden.
Deshalb musste die Samtgemeinde Jümme prüfen, welche baulichen Veränderungen am Standort notwendig waren.
Vom Schulgebäude zum Feuerwehrhaus
Das Gebäude war ursprünglich gar nicht für die Feuerwehr vorgesehen. Erst Jahrzehnte nach seiner Errichtung erhielt es eine neue Aufgabe.
1912
Errichtung als zweiklassige Schule mit angeschlossenem Lehrerhaus.
1976
Umbau und anschließende Nutzung durch die Freiwillige Feuerwehr Lammertsfehn.
2014
Die Überprüfung zeigte, dass das Gebäude an moderne Anforderungen angepasst werden musste.
Auch andere Standorte wurden geprüft
Die Feuerwehr-Unfallkasse nahm nicht nur Lammertsfehn unter die Lupe. Auch die Gebäude in Nortmoor, Filsum, Amdorf-Neuburg und Detern-Stickhausen-Velde wurden überprüft.
Dort wurde die Situation insgesamt als gut und überschaubar beschrieben. In Nortmoor sollte allerdings noch eine Abgasabsauganlage installiert werden.
Parallel lief die technische Modernisierung
Neben den baulichen Fragen beschäftigte sich der Feuerwehrausschuss 2014 auch mit der digitalen Ausstattung der Feuerwehren in der Samtgemeinde Jümme.
23 digitale Meldeempfänger
Diese Geräte fehlten damals noch. Die Kosten wurden im Bericht mit rund 4.400 Euro angegeben.
135 Einsatzkräfte
So viele Feuerwehrmänner und Feuerwehrfrauen gehörten damals den Feuerwehren der Samtgemeinde an.
Smartphone oder Tablet
Für jede Wehr war ein mobiles Gerät vorgesehen; dafür wurden rund 2.500 Euro eingeplant.
Bericht vom 20. September 2014
Der Zeitungsbericht dokumentiert die festgestellten Mängel, den Handlungsbedarf am Feuerwehrhaus und die damaligen Beratungen über die weitere Entwicklung.
Quelle: Ostfriesen-Zeitung, Bericht vom 20.09.2014, „Feuerwehrhaus fällt bei Prüfung durch“.Die Prüfung machte den Handlungsbedarf sichtbar
Die Überprüfung von 2014 war ein wichtiger Ausgangspunkt für die späteren Diskussionen über Sanierung, Erweiterung und Neubau. Klar war bereits damals: Das seit 1976 genutzte Gebäude musste an die veränderten technischen und sicherheitsrechtlichen Anforderungen des Feuerwehrdienstes angepasst werden.